Willkommen beim IVM


August 2026:

Die «Albatros» ist unter neuem Kommando auf dem Rhein unterwegs: Maurice und Aline Mändli übernehmen
Sandy Hedinger |  Montag, 24. August, 2026

René und Brigitte Hirsbrunner (links) übergeben ihre «Albatros» an Familie Mändli: Pascal, Maurice, Sabrina und Aline (von links). Bilder: Melanie Duchene

Nach zehn Jahren übergibt René Hirsbrunner das Steuer auf seinem Passagierschiff «Albatros» in die Hände von Maurice Mändli. Der junge Bootsbauer aus Beringen wird das Schiff mit seiner Schwester Aline auf Kurs halten. Dabei können die Geschwister auf die tatkräftige Unterstützung ihrer Eltern zählen.
«Zum einen werde ich Mitte September in die ordentliche Pension kommen und so wie Schiffe in die Werft müssen, stehen bei mir ein paar Operationen an, die ich über Jahre hinausgezögert habe.» René Hirsbrunner hat die «Albatros» in den vergangenen zehn Jahren sicher auf dem Rhein und bis zum Bodensee navigiert, jetzt übergibt er sie an die Mändlis aus Beringen.

René Hirsbrunner (rechts) freut sich, dass er mit Maurice Mändli einen guten Kapitän für sein Schiff gefunden hat.

An seiner Seite war über all die Jahre und durch die Tiefen und Untiefen der Stoll Schifffahrt AG seine Frau Brigitte, die sich um die Gäste und die Administration gekümmert hat.

Vom grossen Glück und grossen Herzen
«Für uns war es ein Glück, dass wir die passenden Menschen gefunden haben, die das weiter betreiben können und wollen», so René Hirsbrunner über die Nachfolger, die Geschwister Maurice und Aline Mändli. Ihre eigenen Kinder hatten kein Interesse am Weiterführen der Schifffahrt mit der «Albatros» angemeldet.

Dass man für einen Schifffahrtsbetrieb eine geeignete Nachfolge findet, ist nicht selbstverständlich. «Man muss vom Gesetz her alle Bestimmungen erfüllen können und ein ganz grosses Herz haben», so Brigitte Hirsbrunner: «Es ist im Prinzip ein Restaurant auf dem Wasser.» Jeder Tag sei hier anders, und die Herausforderungen seien ganz andere als in einem Restaurant an Land: «Der Platz, der Strom und das Wasser sind nur begrenzt verfügbar auf dem Schiff.»

Ein Nautiker und eine Gastronomin
Die «Albatros» ist das einzige Kabinenschiff für 60 Personen im Kanton Schaffhausen, das von einem privaten Schifffahrtsunternehmen betrieben wird. «Da musst du schon den ‹Plausch› dran haben.» Dass seine Frau und er ihre «Albatros» nun an Maurice und Aline Mändli übergeben, hat einen guten Grund: «Da ist der Nautiker und da ist die Gastronomin», sagt er mit Blick auf die Geschwister Mändli: «und da ist die Familie rundherum», ergänzt er mit einem weiteren Blick auf die Eltern der beiden, Sabrina und Pascal Mändli. Die beiden unterstützen ihre Kinder überall, wo es nötig werden wird. Dass dies klappen wird, zeigt sich bereits heute, denn die Familie betreibt gemeinsam einen Bootsbaubetrieb in Beringen. Gefunden haben sich Hirsbrunners und Mändlis natürlich auf dem Wasser. «Wir hatten schon immer Kontakt, auf dem Wasser kennt man sich.» Maurice Mändli kennt die «Albatros» schon länger, auf diesem Schiff sei er schon früher gefahren, da er die Prüfung hatte und ab und zu mal ein Kabinenschiff mit zwei Motoren dieser Grösse navigieren musste. Der Kontakt sei immer geblieben und gewachsen und damit auch der Wunsch von Maurice, die «Albatros» einmal zu übernehmen.

Auf Schiffen gross geworden
«Seitdem ich laufen kann, fahre ich auch Schiffe», sagt Maurice Mändli. Gewerbsmässig allerdings habe er das erst mit 18 Jahren angefangen. «Ich habe die Prüfung für gewerbsmässige Schifffahrt mit bis zu 60 Passagieren abgelegt, das ist mit 18 Jahren möglich.» Dafür musste er nebst der theoretischen und praktischen Prüfung 450 Stunden Praxis nachweisen – und die hat er auf der «Albatros» gemacht. «Ich habe damals schon dieses Schiff lieben gelernt. Weil es die perfekte Grösse für diesen Streckenabschnitt hat und auch etwas hermacht», sagt Maurice Mändli.

Maurice Mändli ist der neue Kapitän der «Albatros».

Vor Anker liegt die «Albatros» beim Salzstadel und von hier aus startet sie bis zum Bodensee, zumindest in den meisten Jahren. Aktuell geht das aufgrund destiefen Wasserstands nicht. «Jetzt reicht es auch für dieses Schiff nicht mehr, aber wir konnten länger fahren als die grossen Rheinschiffe der URh», sagt René Hirsbrunner, der seine letzte Saison mit Niedrigwasser abschliesst.

Sie habe Restaurationsfachfrau gelernt und die kaufmännische Ausbildung abgeschlossen, sagt Aline Mändli, die auf der «Albatros» künftig die Gäste bewirten wird. Für sie sei es kein Problem, mit dem Bruder zusammenzuarbeiten. «Je älter wir werden, desto besser verstehen wir uns», sagt Aline. «Unser Verhältnis war früher schon gut und wir waren immer ein super Team», ergänzt Bruder Maurice.

Aline Mändli übernimmt auf der «Albatros» den Gastronomiebereich.

Auf einem Schiff hat Aline noch nie gearbeitet: «Darauf freue ich mich. Es ist etwas anderes als mit den Gästen im Restaurant, die kommen und gehen. Es ist eine Fahrt mit den gleichen Leuten, da hat man auch richtig Zeit füreinander.» Zur Schifffahrt an sich hat auch Aline familiär bedingt einen starken Bezug: «Ich bin ja quasi auf dem Schiff gross geworden.»

Mit dem nötigen Respekt und neuen Ideen
Respekt haben die Geschwister davor, einen 40-jährigen, angestammten Betrieb zu übernehmen und diesen auch auf dem gewohnten Niveau weiterzuführen. «Wir wollen die bestehenden Fahrten, die sich die Leute gewohnt sind, weiter anbieten mit dem gewohnten Catering von Beat Brunner und der Crew, aber natürlich auch etwas Neues reinbringen», so Maurice Mändli. «Das sollen Angebote für jüngere Leute werden, aber nichts Übertriebenes.»
Im letzten Jahr habe die «Albatros» zwischen 90 und 95 Fahrten gemacht, sagt René Hirsbrunner. «Die Fahrten sind die Wertschöpfung, die man sieht», sagt er. Jedes Jahr sei das etwas unterschiedlich und hänge auch davon ab, wie lange und wohin man fahren könne. «Wir haben keine Winterpause gemacht, sondern haben die «Albatros» das ganze Jahr betrieben, mit Fonduefahrten im Winter oder Geschäftsessen zur Weihnachtszeit.» Immer gut gebucht seien die Fahrten ins neue Jahr, am 1. Januar gewesen. «Ich bin froh, dass neues Blut kommt mit neuen Ideen, denn irgendwann wird man betriebsblind», so René Hirsbrunner.

Brigitte und René Hirsbrunner (links) unterstützen ihre jungen Nachfolger Maurice und Aline Mändli (rechts) so lange wie nötig.

Ein Übergang ohne Wellengang
Ab September, wenn die Mändlis übernehmen, wird sich bis im März vorerst noch nichts ändern, die Fahrten werden so von den Vorgängern übernommen. Auch die noch gültigen Geschenkgutscheine, die ab dem Jahr 2023 ausgestellt wurden, werden von den neuen Betreibern angenommen. «Wir sind mit Rat und Tat in der Übergangsphase und so lange, wie sie uns noch brauchen, da», verspricht Brigitte Hirsbrunner den Mändlis.
Hirsbrunners haben die «Albatros» mit Herzblut durch alle Zeiten navigiert und sich gerade in den Pandemiejahren durchgekämpft, weil es für sie eine Herzenssache gewesen sei. «Es ist nicht nur das Fahren und das Restaurant, es ist auch der Unterhalt des Schiffes, der Motoren und von allem, was dazugehört», so René Hirsbrunner. Umso mehr freut es Hirsbrunners, dass ihre «Albatros» nun wieder in eine Familie kommt, die sie zu schätzen weiss.

Auf zu neuen Ufern als Familie
Maurice und Aline Mändli können sich auf ihrem künftigen Weg auf dem Wasser auch voll und ganz auf den Rückhalt ihrer Eltern Sabrina und Pascal Mändli verlassen. «Wir hatten bis jetzt kein Passagierboot in dieser Grösse und die nächste Generation ist auf dem Weg», verrät Sabrina Mändli, die sich freut, dass Aline ihr und ihrem Mann Ende Jahr das erste Enkelkind schenken wird. «Ich freue mich, dass wir das hier als Familie machen und uns unterstützen können.»
Etwas Überzeugungsarbeit habe Maurice aber schon leisten müssen: «Er hat sich das gut überlegt, aber wir wissen, dass man das nicht einfach so nebenbei macht. Wir haben ihm ein paar Mal ins Gewissen geredet, sind aber immer auf Granit gestossen», sagt Sabrina Mändli. Er habe schon als Bub gewusst, dass er im Bootsbetrieb arbeiten wolle und das tun werde, was sein Vater mache. Etwas anderes als Schiffe zu bauen und zu navigieren, sei für ihn nicht infrage gekommen. «Ich denke, wir wachsen auch als Familie an dieser Aufgabe. Es wird nicht immer einfach sein, aber wir werden das schaffen», so Sabrina Mändli.

Ab dem 1. September fährt die «Albatros» nicht mehr unter «Stoll Schifffahrt», sondern unter Mändli Bootsbau.

Juli 2026:

Das Ministerium für Verkehr lädt ein zum Strategiedialog Klimafreundliche Bodenseeschifffahrt. Das Treffen findet statt in Friedrichshafen, Graf-Zeppelin-Haus, Montag 27.07.2026, 10:00-16:00 Uhr. Unter anderem soll es um klimafreundliche Kraftstoffe und die Dekarbonisierung der Berufsschifffahrt gehen.


Juni 2026:

Südkurier, Dienstag, 30. Juni 2026


Mai 2026:

Die Saison startet mit zahlreichen Pressemeldungen über Spritpreise, fehlende Toiletten an der eröffneten Marienschlucht, sorgenvollen Blicken auf den niedrigen Wasserstand, auch wenn es nicht gar so schlimm ist wie 2025…


April 2026:

Hoechst/Fußach: Am 17.04. ist Jürgen Salzmann verstorben. Unsere Anteilnahme gilt allen Angehörigen und Freunden.


März 2026:

Die Marienschlucht wird wieder eröffnet. Über die Schiffsfahrten dorthin informiert u.a. Schifffahrtsbetrieb Deinis (Bodman)


Februar 2026:

Wir gratulieren Roland Baumann, Schifffahrt Baumann (Allensbach) zum 60. Geburtstag!

Verein

Der IVM (Internationaler Verband der gewerblichen und kommunalen Motorschifffahrt) – kurz IVM Bodensee – wurde als Vereinigung von privaten Schifffahrtsunternehmern am Bodensee am 19.12.1953 im Konzil in Konstanz gegründet.

Der IVM vertritt als internationaler Berufsverband die Interessen von ca. 20 Mitgliedsbetrieben am Bodensee sowie an Titisee und Schluchsee. Der Bodensee als internationales Gewässer ist länderübegreifend und grenzüberschreitend. Unsere Mitglieder haben ihre Heimathäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein gutes Verhältnis und regelmäßiger Kontakt zu allen Schiffahrtsbetrieben, den Behörden wie Wasserschutzpolizei, Zoll oder Schifffahrtsämtern ist uns wichtig.


Aktuelles + Vergangenes

Die Besten Online-Casinos ohne Oasis für deutsche Spieler entdecken

Viele deutsche Spieler suchen gezielt nach Online-Casinos ohne Oasis https://spielothekgermany.com/de/spielothek/casinos-ohne-oasis/, weil diese Plattformen oft mehr Freiheiten als regulierte deutsche Anbieter ermöglichen. Das OASIS-System dient in Deutschland der zentralen Spielersperre, während internationale Casinos ohne diese Anbindung meist unter ausländischen Lizenzen operieren. Dadurch profitieren Nutzer häufig von weniger Einschränkungen bei Einzahlungen, umfangreicheren Bonusangeboten und einer größeren Auswahl an Casinospielen. Trotzdem ist Vorsicht wichtig, denn nicht jeder Anbieter arbeitet transparent oder zuverlässig.

Die Besten Online-Casinos ohne Oasis bieten ihren Spielern oft ein breites Portfolio aus Spielautomaten, Roulette, Blackjack, Poker und Live-Dealer-Spielen. Besonders spannend sind exklusive Bonusaktionen, Cashback-Angebote, Kryptowährungszahlungen oder VIP-Programme. Viele dieser Plattformen setzen zudem auf schnelle Auszahlungen und internationale Softwareanbieter mit innovativen Spielkonzepten.

Um gute und zuverlässige Online-Casinos ohne Oasis in Deutschland zu finden, sollten Spieler auf eine anerkannte Lizenz, SSL-Verschlüsselung, faire Geschäftsbedingungen und positive Erfahrungsberichte achten. Vergleichsportale helfen zusätzlich dabei, Angebote objektiv zu prüfen. Die Besten Online-Casinos ohne Oasis zeichnen sich vor allem durch Sicherheit, attraktive Extras und vielseitige Unterhaltung aus. Wer sorgfältig vergleicht, kann seriöse Plattformen entdecken, die Freiheit und modernes Online-Glücksspiel erfolgreich miteinander verbinden.